§ 51 Bundesbeamtengesetz: Ruhestand wegen Erreichens der Altersgrenze
(1) Beamtinnen auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit treten mit dem Ende des Monats in den
Ruhestand, in dem sie die für sie jeweils geltende Altersgrenze
erreichen. Die Altersgrenze wird in der Regel mit Vollendung des 67. Lebensjahres erreicht
(Regelaltersgrenze), soweit nicht gesetzlich eine andere
Altersgrenze (besondere Altersgrenze) bestimmt ist.
(2) Beamtinnen auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit, die vor dem 1.
Januar 1947 geboren sind, erreichen die Regelaltersgrenze mit Vollendung des
65. Lebensjahres. Für Beamtinnen auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit,
die nach dem 31. Dezember 1946 geboren sind, wird die Regelaltersgrenze wie
folgt angehoben:
| Geburtsjahr |
Anhebung um Monate |
Altersgrenze |
| |
|
Jahre |
Monate |
|
| 1947 |
1 |
65 |
1 |
|
| 1948 |
2 |
65 |
2 |
|
| 1949 |
3 |
65 |
3 |
|
| 1950 |
4 |
65 |
4 |
|
| 1951 |
5 |
65 |
5 |
|
| 1952 |
6 |
65 |
6 |
|
| 1953 |
7 |
65 |
7 |
|
| 1954 |
8 |
65 |
8 |
|
| .... |
usw. bis |
|
|
|
| 1963 |
22 |
66 |
10 |
|
(3) Beamtinnen auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit
im Feuerwehrdienst der Bundeswehr treten
mit dem Ende des Monats in den Ruhestand, in dem
sie das 62. Lebensjahr vollenden. Dies gilt auch für
Beamtinnen
auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit in
den Laufbahnen des feuerwehrtechnischen Dienstes,
die 22 Jahre im Feuerwehrdienst beschäftigt waren.
Beamtinnen und Beamte im Sinne der Sätze 1 und 2
treten mit dem Ende des Monats in den Ruhestand, in
dem sie das 60. Lebensjahr vollenden, wenn sie vor
dem 1. Januar 1952 geboren sind. Für Beamtinnen
und Beamte im Sinne der Sätze 1 und 2, die nach
dem 31. Dezember 1951 geboren sind, wird die Altersgrenze
wie folgt angehoben:
| Geburtsjahr |
Anhebung um Monate |
Altersgrenze |
| |
|
Jahre |
Monate |
|
| 1952 |
|
|
|
|
| Januar |
1 |
60 |
1 |
| Februar |
2 |
60 |
2 |
| März |
3 |
60 |
3 |
| April |
4 |
60 |
4 |
| Mai |
5 |
60 |
5 |
| Juni - Dez. |
6 |
60 |
6 |
| 1953 |
7 |
60 |
7 |
| 1954 |
8 |
60 |
8 |
| .... |
|
|
|
| 1958 |
12 |
61 |
0 |
| 1959 |
14 |
61 |
2 |
| 1960 |
16 |
61 |
4 |
| .... |
|
|
|
| 1963 |
22 |
61 |
10 |
(4) Wer die Regelaltersgrenze oder eine gesetzlich bestimmte besondere Altersgrenze erreicht hat, darf
nicht zur Beamtin oder zum Beamten ernannt werden.
Wer trotzdem ernannt worden ist, ist zu entlassen.
§ 52 Bundesbeamtengesetz: Ruhestand auf Antrag
(1) Beamtinnen auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit können auf ihren Antrag in den Ruhestand
versetzt werden, wenn
1. sie das 62. Lebensjahr vollendet haben und
2. schwerbehindert im Sinne des § 2 Abs. 2 des Neunten
Buches Sozialgesetzbuch sind.
(2) Beamtinnen auf Lebenszeit und Beamte auf
Lebenszeit, die schwerbehindert im Sinne des § 2
Abs. 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch sind
und vor dem 1. Januar 1952 geboren sind, können auf
ihren Antrag in den Ruhestand versetzt werden, wenn
sie das 60. Lebensjahr vollendet haben. Für Beamtinnen
auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit, die
schwerbehindert im Sinne des § 2 Abs. 2 des Neunten
Buches Sozialgesetzbuch sind und nach dem 31. Dezember
1951 geboren sind, wird die Altersgrenze wie folgt angehoben:
| Geburtsjahr |
Anhebung um Monate |
Altersgrenze |
| |
|
Jahre |
Monate |
|
| 1952 |
variierend nach Monat !! |
60 |
1 bis 6 |
|
| 1953 |
7 |
60 |
7 |
|
| 1954 |
8 |
60 |
8 |
|
| .... |
usw. bis |
|
|
|
| 1963 |
22 |
61 |
10 |
|
[Anmerkung: diese Tabelle bilden wir nicht vollständig ab. 1952 Geborene
müssen sich genauer informieren, es kommt auf den Geburtsmonat an.]
(3) Beamtinnen auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit können auf ihren Antrag in den Ruhestand
versetzt werden, wenn sie das 63. Lebensjahr vollendet haben.
§ 53 Bundesbeamtengesetz: Hinausschieben der Altersgrenze
(1) Auf Antrag der Beamtin oder des Beamten kann
der Eintritt in den Ruhestand bis zu drei Jahre hinausgeschoben
werden, wenn dies im dienstlichen Interesse liegt. Unter den gleichen Voraussetzungen kann
der Eintritt in den Ruhestand bei einer besonderen Altersgrenze um bis zu drei Jahre hinausgeschoben
werden. Der Antrag ist spätestens sechs Monate vor
dem Eintritt in den Ruhestand zu stellen.
(2) Die oberste Dienstbehörde kann im Einzelfall den
Eintritt in den Ruhestand bis zu drei Jahre hinausschieben,
wenn die Fortführung der Dienstgeschäfte durch eine bestimmte Beamtin oder einen bestimmten Beamten
dies erfordert. Das Gleiche gilt bei einer besonderen Altersgrenze.
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten im Beamtenverhältnis auf Probe nach § 24 entsprechend.